Hallo Ihr Süßen 💚

Der Herbst meint es ja wirklich gut mit uns, denn er zeigt sich von seiner schönsten Seite bisher – schön sonnig und angenehme Temperaturen, zumindest tagsüber. Man merkt es aber Tag für Tag, wie es wieder schneller dunkler wird, die Tage gefühlt kürzer werden und sobald es auf den Abend zugeht, es auch ganz schön schnell abkühlt. Ja, all das bringt der Herbst neben seinem leckeren Obst & Gemüse auch mit. Der Herbst ist aber so vielseitig, wie seine Gerichte – findet Ihr das auch? 😉

Nun hab ich ein weiteres herbstliches Rezept für Euch – hier kommt mein Birnen-Schoko-Kuchen 🍐🍫😍

 

 

Vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass ich kein Gluten vertrage. Ihr könnt Euch sicher denken, dass das für mich ein riesen Schock war 😱 Für mich war dies immer die schlimmste Form von irgendeiner Intoleranz. Denn Fruktose und Laktose – vor allem letzteres – kann man mit Hilfe von Medikamenten gut in den Griff bekommen. Des Weiteren findet man in den Lebensmittelläden immer mehr Produkte von Herstellern die laktosefrei sind. Also alles wesentlich einfacher als eine Glutenintoleranz. Denn man kann sich nicht mal kurz schnell beim Bäcker ein Süßstückchen, Brot oder zum Frühstück ein Brötchen holen. Es sei den man hat Glück und man hat einen Bäcker in der Nähe der glutenfreie Backwaren anbietet. Da ich – und etliche andere Menschen die an Zöliakie leiden – auch in ländlichen Orten leben, sieht dies allerdings schlecht aus. Da die Backstuben einen separaten Raum benötigen um glutenfreie Backwaren herzustellen (denn diese dürften nicht in Verbindung mit Weizen kommen) und die Mehrzahl der Bevölkerung Weizen aber verträgt, lohnt es sich für viele Bäcker nicht, glutenfrei zu backen. Zudem muss ich sagen, finde ich persönlich die glutenfreien Brote nicht gerade appetitlich – man kann diese einfach nicht mit normalen Broten vergleichen.

Aber nicht nur die Backwaren stellen ein Problem dar, sondern neben Nudeln auch etliche weitere Produkte – von denen man ursprünglich nicht davon ausgeht, dass diese Gluten enthalten. Es war echt erschreckend.

Dazu gehören hauptsächlich Fertigprodukte, wie Soßen, Gemüsebrühe und etliche Tiefkühlwaren – ja, sogar Süßigkeiten sind betroffen. Selbst wenn das Produkt bei der Zutatenliste kein Gluten aufweist, kann dieser Satz für viele Menschen mies sein: „Kann Spuren von Gluten enthalten“. Denn schon alleine Spuren können völlig ausreichen, eine Reaktion im Körper auszulösen.

 

 

So saß ich da mit dem Blatt vor mir, darauf stand der Befund: Zöliakie.

(Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung. Sprich: die Menschen haben eine Glutenunverträglichkeit)

Beim nachdenken wurde mir aber klar, dass all die Symptome die man bei einer Glutenunverträglickeit hat oder bekommt, zu meiner jahrelangen Leidensgeschichte passen. Fast täglich habe ich mich – mit mal mehr oder weniger starken – Bauchschmerzen etc. rumgeplagt. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt und hab etliche Untersuchungen, sowie Tests machen lassen, in der Hoffnung etwas zu finden um die Bauchschmerzen und diverse andere Symptome zu lindern. Nichts – aber rein gar nichts – wurde gefunden, was für die Schmerzen und die anderen Symptome verantwortlich war. Auf der einen Seite war ich froh und erleichtert, aber auf der anderen Seite auch sehr frustriert.

Ich hab mich diesen Sommer dann für einen speziellen Bluttest entschieden. Anhand von diesem Test, kam dann diese Diagnose ans Licht. Da ich vorher aber schon gegen Unverträglichkeiten getestet wurde – durch Hilfe eines Atemtests – habe ich im Leben nicht an so etwas gedacht, denn dort viel alles negativ aus. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass man eine Glutenintoleranz nicht über einen Atemtest herausfinden kann, sondern nur durch einen bestimmten Bluttest.

Als ich dies erfahren habe, ging mein erster Gedanke aber sofort an den Blog. Wie soll ich den Blog weiterführen?  Wie soll ich backen? Und wenn ich was glutenfreies backe, schmeckt das überhaupt? Fragen über Fragen, die mir da durch den Kopf gingen – und nicht nur da, sondern Tag für Tag haben diese Fragen mich beschäftigt. Ich stand vor einer riesen Herausforderung – die ich nach meinem anfänglichen Jammern 😅 mimimi… 😩 – angenommen habe! 💪🏻
Denn all das Jammern hilft und bringt leider nichts! (Okay, zumindest am Anfang tat das Jammern gut 😅 – also mimimi ist völlig erlaubt 🙊)

 

 

So hab ich mich an mein bekanntes und geliebtes Marmorkuchenrezept herangewagt bzw. orientiert. Da ich diesen in- und auswendig kenne und genau weiß wie dieser mit Weizenmehl schmeckt hatte ich den perfekten Vergleich.

Diesen habe ich allerdings in einer Springform gebacken, anstelle von einem Gugelhupf. Da ich unbedingt, Birnen und Schlagsahne mit Schokolade oben drauf haben wollte 🙊 – ja manchmal hat man Vorstellungen 😅, die man unbedingt umsetzen muss, sonst geistern diese ewig im Kopf herum 🙈 Ihr kennt das aber sicher 😉

Ich habe das Rezept allerdings ein wenig verändert, hauptsächlich was die Mengenangaben anging, da ich mich im Internet ein wenig schlau gemacht und herausgefunden habe, dass man viel weniger glutenfreies Mehl braucht als normales Weizenmehl. Glutenfreies Mehl braucht nämlich sehr viel Flüssigkeit, deswegen kann man in Rezepten das Weizenmehl nicht 1:1 durch glutenfreies Mehl ersetzen – Leider! Wäre ja auch zu einfach 😕

Interessanterweise war der Kuchen kein Marmorkuchen, denn der dunkle Teig hat den hellen Teig total verschlungen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich grundsätzlich immer wenig hellen Teig mache, sondern immer mehr dunklen Teig, da wir beide mehr Schoko mögen 🙊 – also mach ich da auch nie 1:1 😋). Des Weiteren glich der Kuchen von der Konsistenz eher einem kompakten Brownie!

Mein Fazit: Auch wenn es kein Marmorkuchen ist, sondern eher eine Mischung aus Rührkuchen und Brownie, kann ich Euch sagen, der Kuchen war GEIL! 😅 Er hat einfach so lecker geschmeckt 😍

Und da es mein erster glutenfreier Kuchen war, war ich auch ein kleines großes bisschen stolz auf mich.

Da ich glutenfrei immer mit trocken und bröselig verbunden habe, konnte ich mit diesem Kuchen meinen Alptraum besiegen! Pure Erleichterung 😌 – mir viel da wirklich ein Stein vom Herzen.

 

 

Mein Ziel ist es, die glutenfreien Gerichte und Backwaren so lecker hinzubekommen, dass man zu ihren nicht glutenfreien Variante keinen Unterschied schmeckt. Ich weiß, dass ist ein hohes Ziel, aber das ist schon mein persönlicher Anspruch. Daher kommen nur erprobte und gelungene Rezepte auf den Blog!

Bei der Verkostung solltet Ihr dabei sein, denn diese ist neben der wichtigen Entscheidung, ob was auf den Blog kommt oder nicht, manchmal sehr amüsant 😅 Denn immer wenn uns etwas ultra gut schmeckt und wir völlig begeistert sind, wie gut man glutenfreie Gerichte und Backwaren hinbekommen kann, nennen wir es immer: „Blogtauglich 👍🏻😍“

Also könnt Ihr Euch weiterhin sicher sein, es wird nichts trockenes auf den Blog kommen! 😁

 

 

Das heißt, ab sofort findet Ihr hier auf Puderzuckerliebe ♥︎ auch glutenfreie Rezepte – für meine Leidgenossen, die wie ich, dieses Problem haben 😉 Ich werde versuchen von einem Gericht oder Backwerk immer zwei Varianten an Rezepten hochzustellen – sofern dies möglich ist 😌 Somit müsste für jeden etwas dabei sein 🤗

 

PS: Mich würde interessieren wie Ihr mit so einer Diagnose umgegangen seid? Und wie es für Euch am Anfang war? Würde mich über Eure Kommentare freuen 😉💕

 

Und hier kommen nun die Rezepte 🙂

 

Herzliche Grüße 💕,

Eure Puderzuckerliebe ♥︎

 

 

 

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Birnen-Schoko-Kuchen
(GLUTENFREIE VARIANTE)
Portionen: 1 Kuchen
Zutaten
Für den Schokoteig:
  • 350 g Butter
  • 350 g Puderzucker
  • 5 Eier (Größe L)
  • 100 g Kakao (Caotina Noir)
  • 200 ml Milch
  • 250 g Glutenfreies Mehl (Ich benutze derzeit das Mehl von Schär - Kuchen und Kekse)
  • 3 TL Backpulver (Glutenfrei)
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml Milch
Für die Schlagsahne mit Birnen:
  • 1 große Dose Birnen
  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 Pk. Vanillezucker
Für das Topping:
  • 200 g Vollmilchschokolade (Ich benutze die Vollmilchschokolade Glutenfrei von der Quadratischen Firma)
Zubereitung
Schokoteig:
  1. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand gut mit Butter einfetten.

  2. Die Butter in der Mikrowelle erwärmen, damit sie weich wird - aber nicht flüßig! Die weiche Butter anschließend in einer großen Rührschüssel cremig aufschlagen, dabei 200 g Puderzucker einrieseln lassen.

  3. Wichtig: Die Eier einzeln unter die Butter-Zucker-Mischung rühren!

  4. In einer separaten Schüssel den Kakao mit dem restlichen Puderzucker und 100 ml Milch verrühren und beiseite stellen.

  5. Das Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Die 200 ml Milch mit dem Mehl abwechselnd unter die Butter-Ei-Mischung rühren.

  6. Die Kakaomischung unter den Teig rühren. Der dunkle Schokoladenteig wird anschließend in die Springform gegeben.

  7. Den Kuchen im Ofen (Mitte) ca. 60 Minuten backen.

  8. Nach dem Backen den Schokoboden auskühlen lassen.

Schlagsahne mit Birnen:
  1. Die Dosenbirnen abtropfen lassen und etwas abtupfen, damit sie nicht zu nass sind. Anschließend werden sie in kleine Würfel geschnitten.

  2. Die Schlagsahne mit dem Vanillezucker steif schlagen.

  3. Die gewürfelten Birnen werden vorsichtig in die Schlagsahne untergehoben.

  4. Die Schlagsahne mit Birnen wird nun auf dem Kuchen verteilt - nicht gleichmäßig, sondern am besten rustikal kleine Hügel lassen.

  5. Der Kuchen wird mit der Schlagsahne in den Kühlschrank gestellt.

Topping:
  1. Während der Kuchen mit der Schlagsahne ein wenig im Kühlschrank ruht, bereitet man die Schokoglasur vor. Die Schokolade zerkleinern und im Wasserbad zum schmelzen bringen. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, wird diese mit einem Löffel häufchenweise auf dem Kuchen verteilt - mit dem Löffelstiel wird dann ein Marmormuster in die Schlagsahne gezogen. Die Schokoglasur nun abkühlen lassen, am besten nochmals kurz in den Kühlschrank stellen, bis die Schokolade etwas fest wird.

 

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Birnen-Schoko-Kuchen
(NORMALE VARIANTE)
Portionen: 1 Kuchen
Zutaten
Für den Schoko-Teig:
  • 350 g Butter
  • 350 g Puderzucker
  • 5 Eier (Größe L)
  • 100 g Kakao (Caotina Noir)
  • 100 ml Milch
  • 400 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml Milch
Für die Schlagsahne mit Birnen:
  • 1 große Dose Birnen
  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 Pk. Vanillezucker
Für das Topping:
  • 200 g Vollmilchschokolade (Ich nehme immer die Vollmilchschokolade von der Quadratischen Firma)
Zubereitung
Schokoteig:
  1. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand gut mit Butter einfetten.

  2. Die Butter in der Mikrowelle erwärmen, damit sie weich wird - aber nicht flüßig! Die weiche Butter anschließend in einer großen Rührschüssel cremig aufschlagen, dabei 200 g Puderzucker einrieseln lassen.

  3. Wichtig: Die Eier einzeln unter die Butter-Zucker-Mischung rühren!

  4. In einer separaten Schüssel den Kakao mit dem restlichen Puderzucker und 100 ml Milch verrühren und beiseite stellen.

  5. Das Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Die 200 ml Milch mit dem Mehl abwechselnd unter die Butter-Ei-Mischung rühren.

  6. Die Kakaomischung unter den Teig rühren. Der dunkle Schokoladenteig wird anschließend in die Springform gegeben.

  7. Den Kuchen im Ofen (Mitte) ca. 60 Minuten backen.

  8. Nach dem Backen den Schokoboden auskühlen lassen.

Schlagsahne mit Birnen:
  1. Die Dosenbirnen abtropfen lassen und etwas abtupfen, damit sie nicht zu nass sind. Anschließend werden sie in kleine Würfel geschnitten.

  2. Die Schlagsahne mit dem Vanillezucker steif schlagen.

  3. Die gewürfelten Birnen werden vorsichtig in die Schlagsahne untergehoben.

  4. Die Schlagsahne mit Birnen wird nun auf dem Kuchen verteilt - nicht gleichmäßig, sondern am besten rustikal kleine Hügel lassen.

  5. Der Kuchen wird mit der Birnen-Schlagsahne in den Kühlschrank gestellt.

Topping:
  1. Während der Kuchen mit der Schlagsahne ein wenig im Kühlschrank ruht, bereitet man die Schokoglasur vor. Die Schokolade zerkleinern und im Wasserbad zum schmelzen bringen. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, wird diese mit einem Löffel häufchenweise auf dem Kuchen verteilt - mit dem  Löffelstiel wird dann ein Marmormuster in die Schlagsahne gezogen. Die Schokoladenglasur nun abkühlen lassen, am besten nochmals kurz in den Kühlschrank stellen, bis die Schokolade etwas fest wird.